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Nachhaltige Flächennutzung: Bayerischer Gemeindetag zu Gast im Landratsamt Schweinfurt

Rund 50 Vertreter der Gemeinden des Landkreises Schweinfurt wappnen sich für Veränderungen in der Siedlungsentwicklung

Landkreis Schweinfurt. Die zunehmend sichtbaren Auswirkungen des Klimawandels und der extensiven Flächennutzung machen sich auch in Deutschland immer stärker und häufiger bemerkbar. Ein prägendes Ereignis waren beispielsweise die verheerenden Überschwemmungen im Ahrtal im Jahr 2021. Auch im südlichen Landkreis Schweinfurt kam es 2021 zu Überschwemmungen, die zwar weniger schwerwiegend waren, aber dennoch die betroffenen Bürgerinnen und Bürger sowie zahlreiche Einsatzkräfte tagelang forderten.

In diesem Zusammenhang setzt sich auch auf kommunalpolitischer Ebene die Erkenntnis durch, dass der Umgang mit der Versiegelung von Flächen überdacht werden muss. Den Herausforderungen einer nachhaltigen und flächeneffizienten Entwicklung möchte sich der Landkreis Schweinfurt gemeinsam mit allen ILE-Regionen und Gemeinden stellen. Aus diesem Grund sind umfangreiche Schulungs- und Qualifizierungsmaßnahmen vorgesehen, die unter anderem auch Themen aus den Bereichen Klimaschutz und ökologische Verträglichkeit aufgreifen.

Vortrag des Bayerischen Gemeindetages gibt Impulse zum nachhaltigen Bauen

Das Regionalmanagement des Landkreises Schweinfurt lud im Januar mit Unterstützung des Schweinfurter Kreisverbandes des Bayerischen Gemeindetages, vertreten durch den Kreisverbandsvorsitzenden und Stadtlauringer Bürgermeister Friedel Heckenlauer, zu einem Vortrag mit Mathias Simon ein. Simon ist Experte für Baurecht und Landesplanung des Bayerischen Gemeindetags. Im Mittelpunkt der Veranstaltung mit dem Titel „Nachhaltigkeitstransformation in der Siedlungsentwicklung: Guter Wohnraum, Klimaanpassung und Innenentwicklung im Bauplanungsrecht“ stand die Auseinandersetzung mit baurechtlichen Fragen im Hinblick auf ein flächensparendes Bauen. Der Einladung folgten rund 50 Vertreterinnen und Vertreter aus den Gemeinden, darunter Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, Mitarbeitende aus den Verwaltungen sowie Gemeinderatsmitglieder.

Der Referent und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erörterten dabei unter anderem die Frage, wie Eigentümerinnen und Eigentümer von leerstehenden Gebäuden dazu motiviert werden können, den potenziellen Wohnraum wieder auf dem Markt zur Verfügung zu stellen. Als Kernaussage stellte Mathias Simon fest, dass ein Bewusstseinswandel in der Gesellschaft nötig sei, der zunächst in den Gemeinderäten beginnen müsse. Den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern sprach er deshalb die Empfehlung aus, zu Beginn einer neuen Wahlperiode in eine gemeinsame Klausurtagung zum Thema mit allen gewählten Gemeindevertretern zu gehen.

„Alle Gemeinden in unserem Landkreis stehen vor dieser Herausforderung. Sie haben das Problem erkannt und arbeiten an Lösungen“, sagt Landrat Florian Töpper. „Unser Regionalmanagement unterstützt sie dabei und wir können es gemeinsam schaffen, den Wandel zu vollziehen.“ Er dankte allen Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern für die gute Zusammenarbeit mit dem Landratsamt auch in dieser Angelegenheit.

Gemeindeverwaltungen sind gewappnet für zukünftige Herausforderungen

Im Anschluss an den Fachvortrag trafen sich das Regionalmanagement und die sogenannten Innenentwicklungslotsen zum Austausch. Jede der 29 Landkreisgemeinden wird durch eine Lotsin oder einen Lotsen vertreten, welche oder welcher die erste Ansprechperson für alle Bürgerinnen und Bürger rund um das Themenfeld Innenentwicklung ist. Das Regionalmanagement stellte die aktuellen Projekte zur Siedlungsentwicklung vor und nahm dabei insbesondere Rückmeldungen und Anregungen zum Innenentwicklungskonzept auf, das derzeit überarbeitet wird. Im gemeinsamen Austausch zeigte sich, dass die Gemeinden auf engagierte Verwaltungen setzen können, die sich für die zukünftigen Herausforderungen gewappnet sehen.

Das Regionalmanagement des Landkreises Schweinfurt steht als Ansprechpartner zum Thema Innenentwicklung für alle Interessierten – von den Gemeinden und ihren Verwaltungen bis hin zu Bürgerinnen und Bürgern – gerne zur Verfügung und stellt die aktuellen und zurückliegenden Projekte auf der Landkreis-Homepage unter www.landkreis-schweinfurt.de/innenentwicklung bereit.

Im Bild (von links): Friedel Heckenlauer (Kreisverbandsvorsitzender Schweinfurt des Bayerischen Gemeindetages und 1. Bürgermeister Markt Stadtlauringen), Mathias Simon (Referent des Bayerischen Gemeindetages), Bettina Bärmann (stellvertretende Landrätin und 1. Bürgermeisterin Gemeinde Niederwerrn) mit Landrat Florian Töpper.

Foto: David Wald/Landratsamt Schweinfurt

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Aktuelle Freizeitkarte des Landkreises Schweinfurt jetzt kostenlos erhältlich

Neuauflage der Taschenfreizeitkarte für den Landkreis Schweinfurt erschienen

Die Taschenfreizeitkarte für den Landkreis Schweinfurt ist in der aktualisierten 10. Auflage erschienen. Tipps für Ausflüge sind ebenso zu finden, wie ein Verzeichnis der Städte, Gemeinden und Ortsteile des Landkreises sowie ein Ausschnitt des Stadtplans von Schweinfurt auf der Rückseite.


Die Freizeitkarte, im handlichen Format, ist in der Tourist-Information Schweinfurt 360° im Alten Rathaus in Schweinfurt, im Landratsamt Schweinfurt sowie bei sämtlichen Inserenten ab sofort kostenlos erhältlich. Seit mehreren Jahren wird die beliebte Karte in Zusammenarbeit mit dem Städte-Verlag erstellt und zeigt das komplette Kreisgebiet im Maßstab 1:75.000.

Erhältlich in der Tourist-Information Schweinfurt 360°, Rathaus, Markt 1 während den aktuellen Winteröffnungszeiten Mo bis Fr von 10.00 bis 16.00 Uhr.


Bildnachweis:

Tourist-Information Schweinfurt 360° _ Florian Trykowski in Kooperation mit dem Städteverlag

News Landkreis Schweinfurt

Landkreis Schweinfurt hat unterfrankenweit die niedrigste Schuldnerquote

Überschuldung der privaten Haushalte unterfrankenweit leicht zurückgegangen

Landkreis Schweinfurt. Im neuesten Ranking des jährlich veröffentlichten Schuldneratlas Unterfranken (Herausgeber: Creditreform Wirtschaftsforschung) belegt der Landkreis Schweinfurt den ersten Rang und weist mit 4,27 Prozent die niedrigste Schuldnerquote auf. Im bundesweiten Ranking der Kreise liegt der Landkreis Schweinfurt auf Platz 4.

Zum Stichtag 1. Oktober 2022 sind laut den aktuellen Zahlen demnach 4,27 Prozent der Privatpersonen im Landkreis Schweinfurt überschuldet. Damit ist die Überschuldung von Privatpersonen im Landkreis im Vergleich zum Vorjahr erneut zurückgegangen. Unterfrankenweit beträgt die Schuldnerquote in der aktuellen Erhebung 5,87 Prozent, 2021 betrug sie 6,17 Prozent.

Der Landkreis Schweinfurt liegt damit deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von 8,48 Prozent (2021: 8,86). Deutschlandweit gesehen ist die Überschuldung von Privatpersonen seit 2018 weiterhin leicht rückläufig.

Die Autoren des aktuellen Schuldneratlas Deutschland machen jedoch insgesamt darauf aufmerksam, dass es unter anderem aufgrund der weiterhin hohen Verbraucherpreise und generell vor dem Hintergrund der globalen Problemlagen zu einem Anstieg der Überschuldung im Jahr 2023 kommen könnte.


Schuldnerberatung des Kolping-Bildungszentrums Schweinfurt leistet wichtigen Beitrag

Auch die Schuldnerberatung trägt einen wichtigen Teil zu dem konstant guten Abschneiden des Landkreises bei. Bei finanziellen Problemen steht diese weiterhin allen Bürgerinnen und Bürgern in Stadt und Landkreis Schweinfurt zur Verfügung.
Der Landkreis Schweinfurt unterstützte die von der Kolping-Bildungszentrum Schweinfurt GmbH betriebene Schuldnerberatungsstelle in Schweinfurt im Jahr 2022 mit rund 110.000 Euro.

Jede Bürgerin und jeder Bürger aus dem Landkreis, die oder der – aus welchem Grund auch immer – in die Schuldenfalle geraten ist, kann sich dort kostenlos mit professioneller Unterstützung bei der Bewältigung der Probleme helfen lassen.

Die Schuldnerberatung der Kolping-Bildungszentrum Schweinfurt GmbH ist am Fischerrain 2 in 97421 Schweinfurt und telefonisch unter 09721/738 959 0 oder per E-Mail an schuldnerberatung@kolping-bildung-schweinfurt.de erreichbar.

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Neue Sandsteinmauer vor Filialkirche „St. Wendelin“ in Düttingsfeld

Besonderes Projekt im Rahmen der Straßenwärter-Ausbildung – Mitarbeiter des Kreisbauhofs bauen Sandsteinmauer vor Filialkirche „St. Wendelin“ in Düttingsfeld

Landkreis Schweinfurt. Alles andere als alltäglich ist die Ausbildung zum Straßenwärter bzw. zur Straßenwärterin im Landkreis Schweinfurt. Ein besonderes Bauprojekt am Ortseingang von Düttingsfeld ist dafür ein gutes Beispiel.

Nachdem die Fahrbahn der Kreisstraße SW 46 von Wiebelsberg nach Düttingsfeld auf sechs Meter erweitert wurde, musste die Böschung, die unterhalb der Filialkirche „St. Wendelin“ liegt, durch eine sogenannte Stützmauer abgefedert werden.

Sandsteinmauer setzt Filialkirche „St. Wendelin“ gelungen in Szene

Stützmauern bestehen in den meisten Fällen komplett aus Beton, doch grauer Beton hätte nicht zum Erscheinungsbild der Filialkirche „St. Wendelin“ gepasst. So entstand die Idee, eine Bruchsteinmauer aus Sandstein zu errichten, die das neugotische Bauwerk aus dem 19. Jahrhundert gelungen in Szene setzt.

Zwei angehende Straßenwärter waren von Beginn an Teil des Bauprojekts. Gemeinsam mit ihrem Ausbilder, einem Maurer und einem Straßenwärter machten sie sich ans Werk. Zuerst galt es ein ausreichendes Fundament und eine Hinterschalung aus Beton und Stahl zu errichten. In einem zweiten Schritt wurden die Steinrohlinge zugeschnitten und mit Hammer und Meißel in Form gebracht, um sie abschließend mit Mauermörtel zu verbinden.

Nachdem Landrat Florian Töpper von diesem besonderen Projekt erfuhr, besuchte er das Team kürzlich direkt vor Ort: „Ich freue mich sehr über das großartige Engagement unserer Mitarbeiter des Kreisbauhofs. Solche Projekte zeigen, wie vielfältig und spannend die Ausbildung des Straßenwärters ist und welch starker Zusammenhalt im Team vorherrscht.“

„Dieses Projekt war für uns eine besondere Herausforderung und hat allen viel Spaß gemacht. Die Sandsteinmauer ist sehr gelungen und bleibt Düttingsfeld hoffentlich noch lange erhalten“, sagte Norbert Müller, Leiter des Kreisbauhofs des Landkreises Schweinfurt.

Nun ist das Bauprojekt fast abgeschlossen. Sobald es wieder wärmer ist, steht als letzter Schritt nur noch die Imprägnierung an.

In einer Bildergalerie unter www.landkreis-schweinfurt.de/aktuelles können sich Interessierte genauer ansehen, wie die Sandsteinmauer entstanden ist.

Im Bild 1: Die fast fertige Sandsteinmauer setzt die Filialkirche „St. Wendelin“ gelungen in Szene.

Foto: Norbert Müller/Landratsamt Schweinfurt

Im Bild 2: Landrat Florian Töpper (2. von links) vor Ort an der Baustelle in Düttingsfeld mit einem Teil des Kreisbauhof-Teams und Leiter Norbert Müller (1. von links).

Foto: Melina Bosbach/Landratsamt Schweinfurt